Foto: Netflix, Festival Films
94 Min.
Dauer
18
FSK
Netflix
Plattform

Der Schacht

Goreng (Iván Massagué) befindet sich im Schacht, einem vertikalen Gefängnis mit 333 karg ausgestatteten Etagen, auf denen sich jeweils zwei Insass*innen befinden. In der Mitte ist ein großes Loch, durch das täglich eine mit Essen beladene Plattform von oben nach unten fährt und auf jeder Etage nur zwei Minuten anhält. In der Zeit stopfen sich die Gefangenen den Bauch voll; verschlingen, was sie in die Hände bekommen, sodass für die unteren Etagen meist nichts mehr übrig bleibt. Monatlich werden sie einer neuen Ebene zugeteilt. Goreng ist angewidert vom System und dem Verhalten der Häftlinge, die jeweils auf die unter ihnen Angesiedelten herabsehen. Gemeinsam mit wenigen Unterstütz*innen, versucht er sich dagegen aufzulehnen, wird selbst aber immer wieder in den Sog aus Verachtung und Gewalt hineingezogen.
💡 Einordnung von Shelfd
Der Sci-Fi-Psychothriller des Regisseurs Galder Gaztelu-Urrutia ist nichts für schwache Nerven. In klaustrophobischer Atmosphäre wird eine knallharte Allegorie auf den „Trickle Down“-Kapitalismus entworfen, in dem sich jeder selbst der Nächste ist. Obwohl der Film dabei derart brachial vorgeht, dass von „Anspielungen“ eigentlich schon gar nicht mehr die Rede sein kann, gelingt es dem Plot dank besonderem Setting bis zur letzten Minute spannend zu bleiben.

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