Musicalverfilmung
Wicked: Teil 1
Die Geschichte vom „Zauberer von Oz” (1939), erzählt aus der Perspektive des Bösewichts: Elphaba (Cynthia Erivo), die später als “Wicked Witch of the West” in Oz gefürchtet wird, wächst als Außenseiterin auf – nicht, weil sie böse ist, sondern weil sie anders ist. Anders aussieht, anders fühlt, anders denkt. Sie fängt gegen den Willen ihres Vaters ein Magie-Studium an der Uni Shiz an, wo bald klar wird, dass sie über einzigartige Zauberkräfte verfügt. In ihrer Kommilitonin Glinda (Ariana Grande) findet sie erst eine Rivalin, dann eine Freundin, dann so etwas wie die einzige Person, die sie wirklich sieht. Zusammen kämpfen Elphaba und Glinda sich durch die Prüfungen an der Uni Shiz, geraten in chaotische Zauberkurse, Schulbälle und politische Intrigen von Oz – und treffen dabei auf den Prinzen Fiyero, der sofort das Herz von Glinda und Elphaba aufwirbelt.
💯 Shelfd Einordnung von Althea Pappas
Visuell ist „Wicked” (2024) ein echtes Spektakel. Regisseur Jon M. Chu zeigt Oz als lebendige, magische Welt: gigantische Sets, funkelnde Kostüme und CGI-animierte Figuren wie Dr. Dillamond (Peter Dinklage) – und trotzdem viele echte Szenenbilder, die dem Film eine handfeste, greifbare Atmosphäre geben. Zwischen all der Opulenz ist der Film wahnsinnig intim, und das ist dem wahnsinnig talentierten Cast zu verdanken. Cynthia Erivo singt, als würde sie dir direkt ins Herz greifen, und Ariana Grande überrascht als Glinda mit einer Mischung aus Ironie, Verletzlichkeit und echter Comedy. Jeff Goldblum als charismatischer Zauberer von Oz bringt genau die richtige Portion Exzentrik, und Jonathan Bailey als Fiyero sorgt für Humor und Romantik.
Am Ende ist „Wicked” vor allem ein Film über Freundschaft. Unter all dem Glitzer, den sprechenden Tieren und bunten Musical-Nummern steckt eine komplizierte, schöne, schmerzhaft ehrliche Freundschaftsgeschichte zwischen Elphaba und Glinda. Es ist ein Film über Außenseitertum, Macht, Moral und die Frage, wer eigentlich entscheiden darf, was “gut” und “böse” ist. Und er erzählt all das mit Songs, die du danach tagelang mit dir herumträgst (sorry an alle Menschen in meinem Umfeld, „Defying Gravity” ist zurück auf Dauerschleife).
„Wicked” hat mich daran erinnert, warum ich Musicalverfilmungen liebe: Sie sind kitschig, groß, bunt – aber wenn sie funktionieren, fühlen sie sich an wie ein warmes Herz in überdimensionaler Verpackung. Und dieser Film funktioniert. Der Film endet mit einem Cliffhanger, der perfekt auf Teil 2 vorbereitet – und jetzt werden wir endlich wissen, wie es in Oz weitergeht.
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