Regie: Claude Chabrol
Der Schlachter
In einem Dorf im Périgord lernen sich die Schulleiterin Hélène (Stéphane Audran) und der Schlachter Popaul (Jean Yanne) kennen. Beide sind durch ihre Vergangenheit vorbelastet und so entwickelt sich trotz emotionaler Distanz vorsichtig eine Verbindung zwischen ihnen. Als in der Gegend Frauen brutal ermordet werden, findet Hélène bei einer Leiche ein Feuerzeug, das sie Popaul geschenkt hat. Sie entfernt das Indiz vom Tatort, um ihn zu schützen, und versucht nun selbst herauszufinden, ob er der Mörder ist.
💯 Shelfd Einordnung von Leya Lourenco
Mit seinem psychologischen Thriller „Der Schlachter" (1970) zeigt Claude Chabrol die Zerbrechlichkeit der bürgerlichen Ordnung und erzählt darüber hinaus über Einsamkeit, Kriegstraumata und die Macht des Bösen. Die ruhige Kameraführung von Jean Rabier und Chabrols präzise Inszenierung baut eine beklemmende Atmosphäre auf, ohne auf Action oder Schockmomente zu setzen. Stéphane Audran und Jean Yanne liefern in ihrer komplexen, von Anziehung und Misstrauen geprägten Beziehung herausragende Performances.
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