Ich muss euch direkt zu Beginn etwas gestehen: Ich würde wahrscheinlich nie freiwillig zu einem klassischen Romance-Roman greifen. Sobald derselbe Stoff aber verfilmt wird, bin ich die Erste, die den Film auf die Watchlist setzt. Irgendetwas an einer leicht vorhersehbaren, ein bisschen kitschigen, aber charmanten RomCom gehört für mich im Sommer einfach dazu. Und ehrlich gesagt funktionieren diese Geschichten für mich auf der Leinwand viel besser als auf dem Papier. Ein bisschen Substanz darf natürlich nicht fehlen, aber kleine Vorwarnung: Heute geht es definitiv nicht um den nächsten Oscar-Gewinner.
Heute geht es um „People We Meet on Vacation“ (2026), die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Emily Henry.
Im Mittelpunkt stehen Poppy und Alex, gespielt von Emily Bader und Tom Blyth, den viele vermutlich noch als jungen Coriolanus Snow aus „The Hunger Games: The Ballad of Songbirds and Snakes“ (2023) kennen. Poppy und Alex könnten unterschiedlicher kaum sein: Sie liebt Abenteuer, Spontaneität und neue Orte, er plant lieber alles im Voraus und fühlt sich zuhause am wohlsten. Trotzdem verbindet sie seit Jahren eine enge Freundschaft, die vor allem aus ihren gemeinsamen Sommerreisen besteht. Der Film springt dabei immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart: Während wir in Flashbacks miterleben, wie sich ihre Beziehung über viele Urlaube hinweg entwickelt, versucht Poppy in der Gegenwart nach zwei Jahren Funkstille herauszufinden, ob sich das, was zwischen ihnen zerbrochen ist, vielleicht doch noch retten lässt. Den ganzen Film über fragt man sich: Was geschah in diesem letzten gemeinsamen Urlaub?
Der Film lebt von einem der beliebtesten RomCom-Motive überhaupt: friends to lovers. Vieles daran ist vorhersehbar, vielleicht sogar übertrieben, aber genau das macht den Reiz aus. Statt mit großen Überraschungen oder Wendungen um sich zu werfen, konzentriert sich der Film lieber auf die Chemie zwischen seinen beiden Hauptfiguren. Und die funktioniert erstaunlich gut! Es macht einfach nur Spaß, den beiden zuzusehen, wie sie über die Jahre durch die Weltgeschichte urlauben, Abenteuer erleben und ihre gegensätzlichen Persönlichkeiten gegeneinander ausspielen. Neben Emily Bader und Tom Blyth macht der Freundes- und Familienkreis inklusive Sarah Catherine Hook, Jameela Jamil und Lucien Laviscount den Film zu einer charmanten Ensemble-Komödie.
„People We Meet on Vacation“ erfindet das Genre nicht neu, aber das muss es auch gar nicht. Manchmal reicht eine sonnige Kulisse, zwei Figuren, denen man das Knistern abnimmt, ein bisschen Fernweh und das sichere Gefühl, dass am Ende höchstwahrscheinlich alles gut wird. Genau dafür sind Sommer-RomComs schließlich da. 🙂
Ihr könnt „People We Meet on Vacation“ aktuell bei Netflix streamen. Überprüft die dauerhafte Verfügbarkeit auf werstreamt.es.
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