Manche Filme porträtieren einen Ort, den man kennt und man sitzt ganz aufgeregt da, weil man Dinge wiedererkennt und sich so freut, diesen Ort durch andere Augen gezeigt zu bekommen. Das hat für mich „Robot Dreams“ (2023) mit New York City geschafft, den ich passenderweise auf dem Rückflug von New York nach Deutschland geschaut habe.

Ein einsamer Hund baut sich aus einem Bausatz einen Roboter zusammen und hat plötzlich einen besten Freund. Die beiden sind unzertrennlich, streifen gemeinsam durch die Stadt und genießen den Sommer. Doch ein Ausflug ans Meer trennt die beiden unerwartet.

„Robot Dreams“ ist der erste Animationsfilm des spanischen Regisseurs Pablo Berger, der auch das Drehbuch, nach der Graphic Novel von Sara Varon, schrieb. 2024 war er für den Oscar als Bester Animationsfilm nominiert. Es geht ums Erwachsenwerden, Loslassen, um Freundschaft, und darum, wie Menschen (oder eben Hunde und Roboter) in unser Leben treten und es auch wieder verlassen.

„Robot Dreams“ ist ein so erfrischender Film und schafft es, über 100 Minuten hinweg unzählige Emotionen allein durch seine Bilder zu wecken. Kein einziges gesprochenes Wort und er ist trotzdem, oder gerade deswegen, voller Gefühl, Tragik und Witz.

Die Animation unterstreicht den rührenden und authentischen Charakter des Films. Ganz detailreich mit klarer, gleichmäßiger Linienführung und warmen Farben. Sie fängt New York mit seinen Geräuschen, Farben und Details ein, sodass die Stadt selbst zum eigenen Protagonisten wird. Berger selbst nennt den Film seine Liebeserklärung an die Stadt der 80er Jahre.

Dazu kommt die Musik, allen voran „September“ von Earth, Wind & Fire. Der Song wird so oft gespielt, dass er den Punkt von „zu oft“ fast überschreitet und dann wieder genau richtig ist und mir sofort in den Kopf steigt, wann immer ich an den Film zurückdenke.

Ihr könnt „Robot Dreams“ aktuell bei HBO Max und Prime Video streamen. Überprüft die dauerhafte Verfügbarkeit via werstreamt.es.

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Irgendwo sagt gerade jemand: „Den hätte ich sonst nie gefunden.“

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